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Reine Farben in Photoshop nach System

Flaue Farben in Bildern vom Kunden. Was tun?

Nicht immer bin ich in der Lage, oder dazu bereit das Bildmaterial für meine Projekte selbst zu erstellen, oder nach meinem Willen auszuwählen. Dateien werden von Kunden beigestellt, und die sind in den wenigsten Fällen mit hochwertigen Kameras gemacht, und schon gar nicht optimiert. Bei der Website von energiebalance-buchner wurde ein Teil von meinem Kunden gemacht und sollte auch als Stimmungsbilder verwendet werden. Nun ja, da kommt noch keine rechte Stimmung auf.

Foto von einer brasilianischen Pflanze ohne viel Farbe

Foto aus Brasilien

Nun bin ich ja doch schon einige Jahre Photoshopper – wie man so schön sagt, und habe mir verschiedenste Techniken zur Farbkorrektur angeeignet. Diese basieren aber meist auf RAW-Korrekturen, weil ich ja quasi ausschließlich in RAW fotografiere. Und obwohl die aktuelle Photoshop CC 2014 eine Datei direkt in Camera-RAW schicken kann, will ich es nicht immer verwenden, weil’s zu umständlich ist. Zu Finden im Menü unter Filter → Camera RAW.

Farben korrigieren nach System

Mit ihr wurde ich noch nie warm. Das beruht auf der Tatsache, dass ich mir den Farbkreis nicht merken kann, und die Selektive Farbkorrektur basiert auf den Farben im Farbkreis bzw dem CMYK-System. Auf video2brain produzierte Olaf Giermann ein ganzes Training bei dem es um Farbkorrektur ging und ich erinnerte mich daran wie man Farben klarer macht indem man sie von den Komplementärfarben bereinigt. Und das funktioniert vor allem bei flauen JPEG’s ganz wunderbar. Man geht einfach alle Farben durch und schiebt die Regler in die entsprechende Richtung.

Selektive Farbkorrektur Dialogbox

Selektive Farbkorrektur

Und zwar folgendermaßen (alles in Prozent!):

  • Die Rottöne: Cyan 0, Magenta 100, Gelb, 100
  • Die Gelbtöne: Cyan 0, Magenta 0, Gelb 100
  • Die Grüntöne: Cyan 100, Magenta 0, Gelb 100
  • Die Cyantöne: Cyan 100, Magenta 0, Gelb 0
  • Die Blautöne: Cyan 100, Magenta 100, Gelb 0
  • Die Magentatöne: Cyan 0, Magenta 100, Gelb 0

Der Vergleich:

Vergleichsbild zwischen Ausgangsbild und mit der selektiven Farbkorrektur

Vergleich Vorher-Nachher

Selbstverständlich ist man nicht gezwungen mit der ganz-oder-garnicht Methode zu arbeiten, und noch dazu kann man eine zusätzliche Einstellebene daraufpacken und Farben selektiv entsättigen oder verschieben mit einer Farbton-Sättigungs-Ebene. Bei mir sieht der Ebenstapel am Ende so aus

Drei Einstellebenen in Photoshop übereinander

Ebenstapel

Über der Farbkorrektur habe noch die Gelb- und Grüntöne angezogen um etwas mehr Farbe in den Blättern zu bekommen und oben drauf noch eine Dynamikebene, mit der ich die mittleren Farbtöne verschieben kann.

Vergleich Vorher-Nachher mit Einsatz aller drei Einstellungsebenen und kräftigen Farben

Das fertige Bild im Vergleich

Farbkorrektur mit einer logisch-algorithmischen Herangehensweise also, trotzdem gefällt mir die Technik sehr gut, gerade bei JPEG’s. Und an dieser Stelle nochmal ein Dank an Olaf Giermann, dem deutschsprachigen Photoshop-Guru schlechthin.

Autor:

Ich bin Webworker und Fotograf. Gelegentlich kommt auch meine kreative Seite zum Vorschein. Wenn ich nichts am Computer oder hinter der Kamera erschaffe, arbeite ich in einem metallverarbeitenden Betrieb in Steyr, und bin Ehemann und Vater zweier Kinder.

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